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Karlsruhe – 25 – Kleine Kirche

Die kleine Kirche ist die älteste noch bestehende Kirche in Karlsruhe. Das Gotteshaus war ursprünglich für die kleine reformierte Gemeinde von Karlsruhe gedacht.

Sie steht an der Karlsruher Hauptgeschäftstraße, der Kaiserstraße, in der Nähe des Marktplatzes. Vom Karlsruher Schloss führt die Kreuzstraße, eine der Straßen des fächerartigen Stadtgrundrisses auf die Hauptfassade der kleinen Kirche zu.

Die Kleine Kirche wurde von 1773 bis 1776 von Wilhelm Jeremias Müller errichtet. Bereits bei deren Einweihung war eine Orgel vorhanden. Sie war damit, nach der Orgel der Schlosskirche, die erste „öffentliche“ Kirchenorgel der Stadt Karlsruhe.

Von 1823 – 1833 war sie Garnisonskirche für die Soldaten des Großherzogs.

Ende September 1944 erfolgte während der großflächigen Bombenangriffe über Karlsruhe die Zerstörung der Kleinen Kirche. Noch in der Anfangsphase des Wiederaufbaus der Stadt wurde auch die Kleine Kirche wiederhergestellt und am 27. November 1949 eingeweiht. Bis zum Wiederaufbau der Evangelischen Stadtkirche (1958) am Marktplatz war sie vorübergehend auch als evangelische Hauptkirche in Karlsruhe.

Karlsruhe – 25 – Bernharduskirche

St. Bernhard ist nach St. Stephan die zweite katholische Hauptkirche der Stadt. Sie bildet den Abschluss der Kaiserstraße und steht in der Oststadt am Durlacher Tor. Ihr Turm hat eine Höhe von 93 Meter und ist damit der höchste Kirchturm der Stadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Kirche 1959 eine neue Orgel als Ersatz für das Instrument, welches im Krieg zerstört worden war.

Karlsruhe – 24 – Schlosslichtspiele

Man könnte schon fast sagen: „Alle Jahre wieder“. Im Jahr 2015 feierte die Stadt Karlsruhe den 300. Geburtstag, der mit einem Festivalsommer unter dem Titel KA300 veranstaltet wurde.

Im Rahmen dieses Festivalsommers wurden von Peter Weibel, dem künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), gegründet.

Renommierte Künstler haben Lichtspiele entwickelt. Als Leinwand diente das Karlsruher Schloss.

Auch in diesem Jahr finden die Schlosslichtspiele in der Zeit vom 18. August bis 18. September  statt.

Ein Teil des Programmes von 2022 können auf Youtube angeschaut werden.

Wer an den Lichtspielen kann sich auf der Homepage umschauen. Was ich fast vergessen hätte zu erwähnen: Das ganze kostet keinen Cent.

Karlsruhe 23 – Karlstor und Herrenstraße

Schon wieder ein Tor, das es nicht mehr gibt. Das Karlstor war eines von ehemals sechs Stadttoren und wurde in den Jahren 1828 bis 1830 erbaut. Es bestand aus einem Gitterbogen und zwei Wachhäuschen. Das Karlstor bestand in seiner Funktion bis zum Jahr 1912.

Der Umbau der Kriegsstraße war der Anlaß die Reste des Karlstors abzubrechen. Bereits 1873 erfolgte der Abbruch der Toranlage. Eines der beiden Wachhäuschen wurde 1967 zerstört. Man war damals der Meinung, dass das Karlstor dem Ausbau zu einer „autofreundlichen Stadt“ weichen müsse. In diesem Zusammenhang wurde zu der in der Straßenmitte liegenden Haltestelle der Straßenbahn eine Fußgängerunterführung gebaut. Später wurde sie wieder abgerissen, weil die Fußgänger lieber ebenerdig die Straße überquerten.

Direkt am Karlstor kann man dieses Gebäude sehen:

Es handelt sich um das Gebäude des Bundesgerichtshofes. Der Bundesgerichtshof (BGH) ist das oberste Gericht der Bundesrepublik Deutschland im Bereich der Zivil- und Strafrechtspflege, der sogenannten ordentlichen Gerichtsbarkeit. Er wurde am 1. Oktober 1950 errichtet und hat seinen Sitz in Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof ist in mehreren Gebäuden auf einem parkähnlichen, knapp vier Hektar großen Gelände im Karlsruher Stadtzentrum untergebracht. Infos zum Bundesgerichtshof.

In dem gelben Gebäude war von 1989 bis 2012 ein Teil der Musikhochschule Karlsruhe untergebracht. Rechts von dem Gebäude befindet sich das Gelände des Bundesgerichtshofes.

Die folgenden Aufnahmen sind in der Herrenstraße entstanden. Sie zieht vom Karlsruher Schloss zum Karlstor und ist eine der Radialstraßen die fächerförmig vom Schlossturm abgehen und in die Stadt oder den Hardtwald führen. Daher kommt auch die Bezeichnung „Fächerstadt“ für Karlsruhe.

Karlsruhe – 22 – Kronenplatz

Der Kronenplatz entstand durch die Flächensanierung des Dörfles. Das „Dörfle“ damals noch ursprüngliche Häuser aus der Geschichte Karlsruhes wurde durch eine breite vierspurige Straße mit Straßenbahn und moderne Bauten ersetzt. Der Charme des Dörfles ging dabei komplett verloren.

Der Kronenplatz erhielt 1974 seinen Namen, weil er unter anderem an der Kronenstraße lag. Der Platz wurde mit einem Brunnen und einem Wasserspiel sowie einer Boulebahn auf zwei verschiedenen Ebenen gestaltet. Am nördlichen Ende des Platzes wurde ein täglicher Markt etabliert.

Ebenfalls an der Nordseite wurde eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger gebaut. Sie half die Teilung des Stadtviertels durch die breite Straße zu überwinden.

Restaurant auf der Brücke

In der Mitte der Brücke wurde ein Restaurant errichtet. Direkt am Kronenplatz wurde ein großes Parkhaus gebaut. Der Clou: Auf dem Dach des Parkhauses entstand eine Wohnsiedlung mit 26 Häusern.

Karlsruhe – 20 – Schloss Gottesaue

Schloss Gottesaue ist ein mehrfach zerstörtes und wiederaufgebautes Renaissance-Schloss in der Karlsruher Oststadt auf dem Areal einer ehemaligen Benediktinerabtei. Es ist heute Sitz der Hochschule für Musik Karlsruhe.

1094 wurde die Benediktinerabtei Gottesaue von Graf Berthold von Hohenberg gestiftet. 1525 wurde das Kloster geplündert und infolge eines Brandes beschädigt. Auf dem Gelände wurde durch Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach von 1588 – 1597 ein Schloss erbaut. 1689 wurde das Schloss im pfälzischen Erbfolgekrieg durch Brand zerstört. 1735 brannte es erneut und wurde 1743 wieder aufgebaut und als Fruchtspeicher genutzt. 1818 wurde es Kaserne und 1919 wurden Mieter darin untergebracht.

Bei einem Luftangriff 1944 wurde der Bau zerstört und ein Teil der Ruine wegen Einsturzgefahr gesprengt.

1982 begann der Wiederaufbau in den 1989 die Hochschule für Musik Karlsruhe einzog. Später wurden auch weitere Gebäude durch die Hochschule hergerichtet.

Karlsruhe – 19 – Tierpark Oberwald

Im Jahr 1967 wurde in Karlsruhe die Bundesgartenschau durchgeführt. Dafür wurde der Zoo neugestaltet. Bei den Umgestaltungsmaßnahmen stellte man fest, dass man für einige Huftiere einen neuen Platz brauchte. Diesen fand man im Waldgebiet Oberwald in der Nähe des Rangierbahnhofs.

Mitten in dem großen Waldgebiet wurden Gehege errichtet und einige Tierarten ausgesiedelt. In erster Linie handelte es sich um wetterunempfindliche Wildtiere. Unter anderem werden dort Kamele, Elche, Wildpferde, Antilopen sowie einige Emus dort gehalten.

Hiesige Nachwuchstiere des stark bedrohten Przewalskipferdes konnten in Asien wieder ausgewildert werden. Auch eine Herde des einst fast ausgerotteten Europäischen Wisents findet sich hier.

Der Tierpark ist frei zugänglich und kostenlos zu betreten. Man kann  auch den Besuch mit einem Fahrradausflug verbinden.

Karlsruhe – 18 – Hirschbrücke

1891 wurde zur gefahrlosen Überquerung der drei vom damaligen vom Mühlburger Tor Bahnhof kommenden Bahntrassen von Stadtbaumeister Hermann Schück die Hirschbrücke errichtet.

Nach und nach wurden die Bahnstrecken abgebaut, weil sie nicht mehr notwendig waren. Die Brücke überquerte nur noch eine Straße sowie die Trasse der Straßenbahn. Das ist noch heute so.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke nur leicht beschädigt und sollte 1955 trotzdem abgerissen werden. Der Bürgerverein wehrte sich erfolgreich dagegen, da die Brücke eine Straßenkreuzung in zwei Ebenen darstellt und sie europaweit architektonisch bedeutsam ist. Die Verzierungen und Ausbuchtungen für Lampen ähneln denen der Pont-Neuf-Brücke in Paris.

Die Hirschbrücke diente des Öfteren als Kulisse in Tatort-Folgen mit Lena Odental, in denen diese sich dann in Ludwigshafen befinden soll. Der „Hirschbuckel“, also die als Brückenauffahrt ist Zehntausenden ehemaliger Fahrschüler aus der ansonsten flachen Karlsruher Innenstadt als Lehrgrund für das Anfahren am Berg bekannt.

Heute überquert die Hirschbrücke zwei Straßen, eine Grünanlage und eine Straßenbahnlinie.

Ein Brückenpfeiler mit Verzierung
Die Brückenpfeiler sind auch schön verziert.
Treppenaufgang zur Brücke und zu den entlang der Hirschstraße stehenden Häusern


Häuser entlang der Hirschstraße mit Auto auf der Brücke

Wie ihr seht hat mich die Brücke vollkommen fasziniert. Ich hoffe euch gefällt sie auch.

Karlsruhe – 15 – Kaiserplatz

Der Kaiserplatz ist ein Platz der sich am westlichen Ende der Kaiserstraße in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Mühlburger Tors.  Er bildet die Grenze zwischen der Weststadt und der Innenstadt.

In der Mitte des Platzes befindet sich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, ein nach Osten ausgerichtetes Reiterstandbild Wilhelm I.

Hier zweigt die westliche Kaiserstraße ab. So ruhig wie es ausschaut ist es nicht immer. Zum einen handelt es sich um das Endstück der Kaiserstraße wo es nicht so viele interessante Geschäfte gibt und zum anderen fährt ein Großteil der Straßenbahnen, die früher hier fuhren jetzt unter der Kaiserstraße.

Bäume gibt es auch. Der Kaiserplatz ist gesäumt von Kastanienbäumen. Insgesamt kann man sich inmitten des Verkehrs gemütlich sitzen.

Es geht weiter um den Kaiserplatz und wir kommen zur Baischstraße.

Karlsruhe – 14 – Mühlburger Tor

Das Mühlburger Tor wurde in den Jahren 1817 bis 1821 gebaut. Es stand auf der „Langen Straße“ (der heutigen Kaiserstraße). Das Tor bildete die Grenze zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Nachbarort Mühlburg (heute ein Stadtteil von Karlsruhe).

Bildquelle: Stadtwiki Karlsruhe

Wegen Verkehrsmaßnahmen wurde es bereits 1874 wieder entfernt. Die Reste wurden im zweiten Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Vom Mühlburger Tor sind ein paar Reste  (die Randeinfassung des Tores) übrig geblieben. Sie zieren seit 1967 den

Durchgang zwischen Botanischem- und Schlossgarten.

Der Greif – das Wappentier von Baden – wachte einst über das Mühlburger Tor.

Im Bereich des Mühlburger Tores geht die Kaiserstraße in die Kaiserallee über die im weiteren Verlauf in die Weststadt führt.

Inzwischen ist aus dem Mühlburger Tor ein verkehrsreicher Platz in der Weststadt geworden.

Das Mühlburger Tor ist von einigen interessanten Gebäuden gesäumt.

Hier ist ein Bürgerbüro der Stadt Karlsruhe untergebracht.

Neben dem Bürgerbüro steht das Gebäude des Helmholtz-Gymnasiums. Gegründet wurde das Gymnasium 1896 als Oberrealschule. Das Gebäude entstand zwischen 1893 und 1895 als Friedrichschule.

Das Haus mit der repräsentativen Sandstein-Fassade wurde von 1895 bis 1898 im Neorenaissance-Stil als Verwaltungsgebäude der Allgemeinen Versorgungsanstalt errichtet. Nach zahlreichen Umbauten und Erweiterungen ging das Gebäude in den Besitz der Stadt Karlsruhe über. Während der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude von der französischen und später von der US-amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt.

Karlsruhe – 12 – Festplatz (Nachtrag)

Die folgenden Bilder zeigen Studien wie nach der Meinung eine Karlsruher Designers LKW’s aussehen könnten.

Nein, das ist kein Untier. Es ist ein Vorschlag wie LKW’s künftig aussehen könnten. Seine Vorschläge wurden zwar bestaunt gingen aber nie in Serie.

Wer kann mit dem Namen Luigi Colani etwas anfangen? Luigi Colani war ein deutscher, international tätiger Designer. Er hat seine Visionen in vielen Designs vorgestellt. Zahlreiche seiner Vorschläge fanden bei Liebhabern Verbreitung.

Wer mehr über den Künstler wissen will, kann sich HIER schlau machen.  

Colani lebte in Karlsruhe. In einem Interview sagte er einmal: „Karlsruhe ist gut, weil hier am 01. Mai keine Autos brennen.“

In den Jahren 2004-2005 fand im Karlsruher Kongresszentrum eine große Ausstellung mit dem Titel „COLANI – Das Lebenswerk“ statt in der die wichtigsten Werke des Designers ausgestellt wurden.

Karlsruhe – 11 – Das Ständehaus

Das Ständehaus

Das Ständehaus wurde 1822 wird in Karlsruhe erbaut. Es war das erste der erste Parlamentsneubau in Deutschland. Es beherbergte von 1822 bis 1918 die Badische Ständeversammlung, von 1919 bis 1933 den Landtag der Republik Baden.

1944 wurde das Ständehaus bei einem Luftangriff stark beschädigt und schließlich 1961 abgerissen. Auf einem Teil des freigewordenen Platzes wurde ein katholisches Dekanatszentrum gebaut. Der Rest des Geländes wurde als Parkplatz benutzt.Im März 1991 wurde der Neubau des Ständehauses beschlossen. Im August 1993 wurde der Neubau eröffnet. Seit 1993 erinnert die „Erinnerungsstätte Ständehaus“ an die frühere Nutzung als Parlament.