Archiv der Kategorie: Unterwegs

Gardasee 04 – Wasserfall Varone – Nachtrag

Am 08.09.2022 habe ich euch über unseren Ausflug zum Wasserfall Varone berichtet. Hierzu habe ich bei YouTube ein Video gefunden. Vielleicht habt ihr Lust und ein bisschen Zeit habt dann könnt ihr den Wasserfall Varone in Bewegung sehen.

Wer italienisch kann ist im Vorteil, denn er kann die Erläuterungen der jungen Frau verstehen (Ich kanns nicht). 😦

Gardasee – 05 – Castello

Das Wahrzeichen Malcesine ist das Castello. Beim Castello handelt es sich um eine Scaligerburg von der man eine herrliche Aussicht über Malcesine und den See hat. Die Burg wurde in der Geschichte mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Die Burg, jetzt Schloss genannt, hatte eine wechselvolle Geschichte. Sie ging von Hand zu Hand und hatte viele Besitzer. Visconti, Republik Venedig, Frankreich, Österreich sind hier zu nennen.

Im Schloss befindet sich ein naturgeschichtliches Museum das man besichtigen kann. Am Ende des Innenhofes kann man auf einem kleinen Balkon in 24 Metern Höhe hat man eine herrliche Aussicht auf den See und die den See umgebenden Berge. In einer ruhigen Ecke findet man die Büste von Johann Wolfgang von Goethe der auf einer Reise Malcesine besucht hat.

Das Schloss beherbergt auch ein Open-Air-Theater das im Sommer bespielt wird.

Gardasee – 04 – Wasserfall Varone

Auf dem Rückweg vom Tennosee kamen wir am Wasserfall Varone vorbei. Bei dem Wasserfall handelt es sich um eine besondere Sehenswürdigkeit. Man kann ihn von zwei verschiedenen Aussichtspunkten aus bewundern und somit in den Genuss zweier vollkommen unterschiedlicher Blickwinkel kommen. Der erste Aussichtspunkt ist die untere Schlucht.

Picknickbereich beim unteren Eingang mit herrlicher Aussicht ins Tal

Am unteren Bereich der Schlucht befindet sich ein großzügiger Picknickbereich. Hier kann man ausruhen und sich vor dem Erklimmen der Schlucht stärken. Hier hat man auch eine herrliche Aussicht.

In der ständig feuchten Luft beim Wasserfall hat sich eine üppige Vegetation entwickelt.

Vor dem Ausbau des Wasserfalls gab es nur steile Felswände. Der Sturzbach konnte nur äußerst gefährlich erklettert werden. Dann wurden Wege und kleine Stege, Geländer und gewundene Treppen errichtet, die eine leichte Besichtigung dieses Naturschauspieles möglich machten.

Treppen ebnen den Weg

Ausblick auf das nördliche Ende des Gardasees

Unten kann man den Wasserfall in seiner ganzen Pracht sehen.

Gardasee – 03 – Lago di Tenno

Heute haben wir den Lago di Tenno besucht. Der Lago di Tenno ist ein See im Hinterland von Riva. Er liegt auf einer Höhe von 570 Meter inmitten eines dichten Nadelwaldes. Bemerkenswert ist seine Farbe die  ins Türkis bis Himmelblau geht.

Der See ist durch einen Bergrutsch entstanden, der den Zufluss aufgestaut hat.

Die Autofahrt zum Bergsee Lago die Tenno in Trentino-Südtirol ist nichts für schwache Nerven und ungeübte Fahrer: Schnell steigt die enge Straße nördlich des Gardasees an, und ihre scharfen Serpentinen werden auch durch den Italo-Pop, der aus dem Autoradio dringt, nicht sanfter. Doch oben wartet die Belohnung: Vom kleinen Parkplatz aus trennt die Besucher nur noch eine kurze Wanderung vom idyllischen Lago di Tenno.

Wir haben uns zu einem Rundgang um den See entschlossen. Über eine steiler Treppe kommt man hinunter an das Seeufer. Immer wieder können wir einen Blick auf den See werfen. Seine Farbe ist einfach genial.

Am Tennosee kann man auch baden. Viele Ausflügler haben sich am Ufer niedergelassen.

Der Wasserstand des Sees variiert innerhalb des Jahres sehr. So kann er im Herbst nach heftigen Regenfällen um bis zu 15 m ansteigen.

Fische gibt es natürlich auch im Tennosee.

Den Ausflug zum Lago di Tenno kann ich nur empfehlen. Wer unsicher beim Bergfahren und durch Serpentinen ist, sollte mit dem Bus fahren.

Karlsruhe 23 – Karlstor und Herrenstraße

Schon wieder ein Tor, das es nicht mehr gibt. Das Karlstor war eines von ehemals sechs Stadttoren und wurde in den Jahren 1828 bis 1830 erbaut. Es bestand aus einem Gitterbogen und zwei Wachhäuschen. Das Karlstor bestand in seiner Funktion bis zum Jahr 1912.

Der Umbau der Kriegsstraße war der Anlaß die Reste des Karlstors abzubrechen. Bereits 1873 erfolgte der Abbruch der Toranlage. Eines der beiden Wachhäuschen wurde 1967 zerstört. Man war damals der Meinung, dass das Karlstor dem Ausbau zu einer „autofreundlichen Stadt“ weichen müsse. In diesem Zusammenhang wurde zu der in der Straßenmitte liegenden Haltestelle der Straßenbahn eine Fußgängerunterführung gebaut. Später wurde sie wieder abgerissen, weil die Fußgänger lieber ebenerdig die Straße überquerten.

Direkt am Karlstor kann man dieses Gebäude sehen:

Es handelt sich um das Gebäude des Bundesgerichtshofes. Der Bundesgerichtshof (BGH) ist das oberste Gericht der Bundesrepublik Deutschland im Bereich der Zivil- und Strafrechtspflege, der sogenannten ordentlichen Gerichtsbarkeit. Er wurde am 1. Oktober 1950 errichtet und hat seinen Sitz in Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof ist in mehreren Gebäuden auf einem parkähnlichen, knapp vier Hektar großen Gelände im Karlsruher Stadtzentrum untergebracht. Infos zum Bundesgerichtshof.

In dem gelben Gebäude war von 1989 bis 2012 ein Teil der Musikhochschule Karlsruhe untergebracht. Rechts von dem Gebäude befindet sich das Gelände des Bundesgerichtshofes.

Die folgenden Aufnahmen sind in der Herrenstraße entstanden. Sie zieht vom Karlsruher Schloss zum Karlstor und ist eine der Radialstraßen die fächerförmig vom Schlossturm abgehen und in die Stadt oder den Hardtwald führen. Daher kommt auch die Bezeichnung „Fächerstadt“ für Karlsruhe.

Gardasee 2022 – 01 – Anreise

In diesem Jahr wollten wir mal wieder unseren Lieblingssee besuchen. Leider konnten wir nur eine Woche weg und das Quartier war nur noch an einem bestimmten Termin frei am Pfingstsamstag ging es bei schönem Wetter auf Tour. Unsere Fahrtroute führte über Ulm an die Grenze bei Füssen. Durch Österreich ging es dann zum Reschenpaß und dann weiter nach Bozen. Dort fuhren wir über die Autobahn bis Roveroto und von dort über  hinunter an den See. Nach weiteren 20 km haben wir unser Ziel, Malcesine, erreicht.

Kurz vor der Grenze nach Österreich hat uns der Stau erwischt. Unser Navi hat und um einen Teil des Staus herumgeleitet und so hat sich die Wartezeit verkürzt.

Das ist die Burg Ehrenberg bei Reutte. Hier kann man auf einer 400 Meter langen Hängebrücke das Tal überqueren.

Wir fuhren weiter durch die herrliche Landschaft des Inntals immer höher hinauf bis zum Rechenpass.

Wie bei jeder unserer Fahrten an den Gardasee legten wir kurz vor dem Städtchen Graun eine Pause ein. Normalerweise geht es auf dem dortigen Parkplatz eher ruhig zu. An diesem Tag fand aber hier ein Radrennen statt. Der Trubel war entsprechend.

Hier findet man am Ufer des Reschensees einen Kirchturm der mitten im Wasser steht. Es handelt sich um den Kirchturm von Altgraun. Die Ortschaft ist beim Anstau des Rechensees im Wasser verschwunden. Beim Reschensee handelt es sich um einen Speichersee für ein Wasserkraftwerk. Mehr als 160 Häuser waren damals gesprengt und geflutet worden und die Dorfbewohner mussten umziehen.

Der Wasserstand des Reschensees kam uns recht niedrig vor. Später konnten wir dann lesen, dass wegen Instandhaltungsarbeiten das Wasser aus dem Reschensee in Graun im Vinschgau abgelassen wurde – es sank so tief, dass Ruinen des 1950 gefluteten Dorfes wieder zum Vorschein kamen. Wir haben sie leider nicht gesehen.

Weiter ging es durch den Vinschgau nach Bozen. Dort fuhren wir auf die Autobahn. Es war ziemlich Verkehr so dass die Höchstgeschwindigkeit auf 90 km beschränkt wurde.

In Rovereto-Süd verließen wir die Autobahn und fuhren über den Pass St. Giovanni hinunter nach Torbole.

Erster Blick auf den Gardasee

Torbole

Mit Tunnels wurden die Ausläufer des Monte Baldos unterquert.

Scaligerburg – Malcesine

Schließlich haben wir, nach zehn Stunden, Malcesine, den Ort unseres Urlaubsquartieres erreicht.

Karlsruhe -13 – Hauptbahnhof

Heute geht’s gezwungenermaßen zum Hauptbahnhof nach Karlsruhe. Gezwungenermaßen deswegen, weil mich ein Stau in Richtung Rheinbrücke ausgebremst hat. Von meiner S-Bahn habe ich dann nur die Rückseite gesehen.

Die Pfalz ist ja verkehrlich nicht ganz rückständig, so dass ich kurze Zeit später meine Reise zum Fotografieren fortsetzen konnte. Ein Zug der Bundesbahn brachte mich dann direkt zum Karlsruher Hauptbahnhof. Dort zu fotografieren war zwar nicht vorgesehen aber warum nicht auch hier?

Der Karlsruher Hauptbahnhof ist mit rund 60.000 Reisenden pro Tag der drittgrößte Bahnhof in Baden-Württemberg.

Der erste Karlsruher Bahnhof befand sich zunächst in der Stadt etwa beim heutigen Staatstheater. Durch die Zunahme des Zugverkehrs wurde der Bahnhof an dieser Stelle zum Verkehrshindernis und behinderte die Ausdehnung der Stadt nach Süden. Aus diesem Grund wurde etwa einen Kilometer vom alten Platz entfernt ein neuer Bahnhof gebaut der bis heute in Betrieb ist.

Heute ist der Karlsruher Hauptbahnhof ein Knotenpunkt für Bus-, Straßen- und S-Bahnen und natürlich Züge.

Auf der Südseite des Bahnhofsgebäudes befanden sich früher Bahnwerkstätten und andere bahnbetriebliche Anlage. Hier gab es auch die Eilgutausgabe wo durch die Bahn beförderte Pakete und Gepäckstücke ausgegeben wurde. Irgendwann wurden die Anlagen durch die Bahn nicht mehr benötigt und abgerissen. Dadurch wurde im Süden ein großes Gelände („Filetstück“ genannt) frei.

Die Stadt hatte sich das Ziel gesetzt, das südliche Umfeld des Hauptbahnhofes als Visitenkarte von Karlsruhe aufzuwerten. Diese Bemühungen blieben lange ohne Erfolg.

Heute steht ein Bürogebäude eines großen Karlsruher Internetdienstleisters auf dem 15.000 m2 großen Gelände. Hier arbeiten 1.700 Mitarbeiter.

Göcklingen – 02

Weiter geht es mit unserem Spaziergang bei Göcklingen. Heute gibt es viele Bilder.
Der Weg führt jetzt durch die Weinberge. Zwischen den Rebzeilen blüht der Löwenzahn.

Die Madenburg

Über die Madenburg habe ich in HIER berichtet.

Kurz danach kamen wir zu einem kleinen See. Es handelt sich um den Biotopweiher „Alte Tongrube.“ Die Grube entstand in den 1970er/80er Jahren aus dem Tonabbau. Nachdem der Tonabbau Ende 90er Jahre eingestellt wurde und der darauf folgenden Renaturierung, hat sich hier ein artenreicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt.

Hier hatten sich zwei Gruppen breit gemacht und haben gepicknickt.

Jetzt ging unser Spaziergang dem Ende zu. Der Weg führte wieder in Richtung Ort.

Mit dem folgenden Bild endet mein Bericht. Es war ein schöner Spazierweg, der ohne größere Anstrengungen durch die Natur führte.

Moosbronn

Bei schönem Wetter haben wir am Samstag eine kleine Wanderung nach Moosbronn im Moosalbtal gemacht.

Moosbronn ist ein Marien-Wallfahrtsort im Nordschwarzwald. Sie ist besonders bekannt durch die Wallfahrtskapelle Maria Hilf. Sie wurde 1749 eingeweiht. Sie ist die drittälteste Kirche im Murgtal und liegt am Jakobsweg.

Der Ort Moosbronn war früher Grenzort zwischen Baden und Württemberg. Die Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg verlief einst mitten durch den Ort (alter Grenzstein neben der Wallfahrtskirche). Gleichzeitig war diese Grenze auch Konfessionsgrenze. Der badische Teil war katholisch, der württembergische evangelisch.

Wallfahrtskapelle Maria Hilf

Karlsruhe – 09 – Badisches Staatstheater

Badisches Staatstheater

Der erste Vorläufer des Staatstheaters Karlsruhe wurde bis 1808 am Schloßplatz erbaut. 1810 wurde es zum Großherzoglichen Hoftheater. 1847 wurde das Gebäude durch einen Brand vollständig zerstört, obwohl die Feuerwehr in 28 Minuten vor Ort war. 63 Besucher kamen bei dem Brand ums Leben.

Hoftheater um 1853 (Quelle: Wikipedia)

Der Nachfolgebau wurde 1853 fertiggestellt. Bei einem Fliegerangriff 1944 brannte das Hoftheater erneut aus. Die Ruine, die bis in die 1960-Jahre stehen blieb, erinnerte daran.

Nachdem ein Wiederaufbau am gleichen Platz nicht möglich war, wurde der Nachfolgebau von 1970 bis 1975 an der Grenze zwischen Südstadt und Stadtzentrum errichtet. Für die Übergangszeit diente das Konzerthaus (Großes Haus) und ein Teil der Stadthalle (Kleines Haus) als Ersatz (s. Beitrag à Festplatz).

Skulptur „Muse 90“ von Jürgen Goertz

Der Musengaul

Im Jahr 2014 wurde eine Generalsanierung und Erweiterung des Staatstheaters mit einem Kostenvolumen von 125 Mio. Euro beschlossen. Die Umsetzung des Bauvorhabens ist unter der Berücksichtigung des laufenden Spielbetriebs in drei Bauabschnitten vorgesehen. Bauherr für die Maßnahme ist das Land Baden-Württemberg. Die Baukosten sind mittlerweile auf 508 Mio. Euro angewachsen.