Archiv der Kategorie: Harald unterwegs

Karlsruhe – 15 – Kaiserplatz

Der Kaiserplatz ist ein Platz der sich am westlichen Ende der Kaiserstraße in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Mühlburger Tors.  Er bildet die Grenze zwischen der Weststadt und der Innenstadt.

In der Mitte des Platzes befindet sich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, ein nach Osten ausgerichtetes Reiterstandbild Wilhelm I.

Hier zweigt die westliche Kaiserstraße ab. So ruhig wie es ausschaut ist es nicht immer. Zum einen handelt es sich um das Endstück der Kaiserstraße wo es nicht so viele interessante Geschäfte gibt und zum anderen fährt ein Großteil der Straßenbahnen, die früher hier fuhren jetzt unter der Kaiserstraße.

Bäume gibt es auch. Der Kaiserplatz ist gesäumt von Kastanienbäumen. Insgesamt kann man sich inmitten des Verkehrs gemütlich sitzen.

Es geht weiter um den Kaiserplatz und wir kommen zur Baischstraße.

Karlsruhe – 14 – Mühlburger Tor

Das Mühlburger Tor wurde in den Jahren 1817 bis 1821 gebaut. Es stand auf der „Langen Straße“ (der heutigen Kaiserstraße). Das Tor bildete die Grenze zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Nachbarort Mühlburg (heute ein Stadtteil von Karlsruhe).

Bildquelle: Stadtwiki Karlsruhe

Wegen Verkehrsmaßnahmen wurde es bereits 1874 wieder entfernt. Die Reste wurden im zweiten Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Vom Mühlburger Tor sind ein paar Reste  (die Randeinfassung des Tores) übrig geblieben. Sie zieren seit 1967 den

Durchgang zwischen Botanischem- und Schlossgarten.

Der Greif – das Wappentier von Baden – wachte einst über das Mühlburger Tor.

Im Bereich des Mühlburger Tores geht die Kaiserstraße in die Kaiserallee über die im weiteren Verlauf in die Weststadt führt.

Inzwischen ist aus dem Mühlburger Tor ein verkehrsreicher Platz in der Weststadt geworden.

Das Mühlburger Tor ist von einigen interessanten Gebäuden gesäumt.

Hier ist ein Bürgerbüro der Stadt Karlsruhe untergebracht.

Neben dem Bürgerbüro steht das Gebäude des Helmholtz-Gymnasiums. Gegründet wurde das Gymnasium 1896 als Oberrealschule. Das Gebäude entstand zwischen 1893 und 1895 als Friedrichschule.

Das Haus mit der repräsentativen Sandstein-Fassade wurde von 1895 bis 1898 im Neorenaissance-Stil als Verwaltungsgebäude der Allgemeinen Versorgungsanstalt errichtet. Nach zahlreichen Umbauten und Erweiterungen ging das Gebäude in den Besitz der Stadt Karlsruhe über. Während der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude von der französischen und später von der US-amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt.

Karlsruhe -13 – Hauptbahnhof

Heute geht’s gezwungenermaßen zum Hauptbahnhof nach Karlsruhe. Gezwungenermaßen deswegen, weil mich ein Stau in Richtung Rheinbrücke ausgebremst hat. Von meiner S-Bahn habe ich dann nur die Rückseite gesehen.

Die Pfalz ist ja verkehrlich nicht ganz rückständig, so dass ich kurze Zeit später meine Reise zum Fotografieren fortsetzen konnte. Ein Zug der Bundesbahn brachte mich dann direkt zum Karlsruher Hauptbahnhof. Dort zu fotografieren war zwar nicht vorgesehen aber warum nicht auch hier?

Der Karlsruher Hauptbahnhof ist mit rund 60.000 Reisenden pro Tag der drittgrößte Bahnhof in Baden-Württemberg.

Der erste Karlsruher Bahnhof befand sich zunächst in der Stadt etwa beim heutigen Staatstheater. Durch die Zunahme des Zugverkehrs wurde der Bahnhof an dieser Stelle zum Verkehrshindernis und behinderte die Ausdehnung der Stadt nach Süden. Aus diesem Grund wurde etwa einen Kilometer vom alten Platz entfernt ein neuer Bahnhof gebaut der bis heute in Betrieb ist.

Heute ist der Karlsruher Hauptbahnhof ein Knotenpunkt für Bus-, Straßen- und S-Bahnen und natürlich Züge.

Auf der Südseite des Bahnhofsgebäudes befanden sich früher Bahnwerkstätten und andere bahnbetriebliche Anlage. Hier gab es auch die Eilgutausgabe wo durch die Bahn beförderte Pakete und Gepäckstücke ausgegeben wurde. Irgendwann wurden die Anlagen durch die Bahn nicht mehr benötigt und abgerissen. Dadurch wurde im Süden ein großes Gelände („Filetstück“ genannt) frei.

Die Stadt hatte sich das Ziel gesetzt, das südliche Umfeld des Hauptbahnhofes als Visitenkarte von Karlsruhe aufzuwerten. Diese Bemühungen blieben lange ohne Erfolg.

Heute steht ein Bürogebäude eines großen Karlsruher Internetdienstleisters auf dem 15.000 m2 großen Gelände. Hier arbeiten 1.700 Mitarbeiter.

Göcklingen – 02

Weiter geht es mit unserem Spaziergang bei Göcklingen. Heute gibt es viele Bilder.
Der Weg führt jetzt durch die Weinberge. Zwischen den Rebzeilen blüht der Löwenzahn.

Die Madenburg

Über die Madenburg habe ich in HIER berichtet.

Kurz danach kamen wir zu einem kleinen See. Es handelt sich um den Biotopweiher „Alte Tongrube.“ Die Grube entstand in den 1970er/80er Jahren aus dem Tonabbau. Nachdem der Tonabbau Ende 90er Jahre eingestellt wurde und der darauf folgenden Renaturierung, hat sich hier ein artenreicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt.

Hier hatten sich zwei Gruppen breit gemacht und haben gepicknickt.

Jetzt ging unser Spaziergang dem Ende zu. Der Weg führte wieder in Richtung Ort.

Mit dem folgenden Bild endet mein Bericht. Es war ein schöner Spazierweg, der ohne größere Anstrengungen durch die Natur führte.

Moosbronn

Bei schönem Wetter haben wir am Samstag eine kleine Wanderung nach Moosbronn im Moosalbtal gemacht.

Moosbronn ist ein Marien-Wallfahrtsort im Nordschwarzwald. Sie ist besonders bekannt durch die Wallfahrtskapelle Maria Hilf. Sie wurde 1749 eingeweiht. Sie ist die drittälteste Kirche im Murgtal und liegt am Jakobsweg.

Der Ort Moosbronn war früher Grenzort zwischen Baden und Württemberg. Die Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg verlief einst mitten durch den Ort (alter Grenzstein neben der Wallfahrtskirche). Gleichzeitig war diese Grenze auch Konfessionsgrenze. Der badische Teil war katholisch, der württembergische evangelisch.

Wallfahrtskapelle Maria Hilf

Göcklingen – 01

An Ostern haben wir eine kleinen Spaziergang rund um Göcklingen gemacht.

Göcklingen (pfälz. Gecklinge) ist eine kleine Gemeinde in der Nähe von Landau/Pfalz 891 Einwohnern. Der Weinort ist stark vom Weinbau geprägt und zählt zu den größten Weinbaugemeinden der Pfalz.

Parkplätze sind in dem kleinen Örtchen nicht so reich gesät. Wir haben am Friedhof geparkt, wo wir auch unsere Wanderung begannen.

Wie aus einem Schild hervorgeht, wurde sie 1778 vom damaligen Bürgermeister errichtet. Auf dem Schild steht der Text „aus den span. Niederlanden“. Mit dieser Bezeichnung konnte ich nichts anfangen.

Wikipedia weiß Rat: Schaut mal HIER.

Nach wenigen Metern kommt man auf einen kleinen Platz.

Links im Hintergrund Kath. Kirche Göcklingen
Rechts Das Rathaus
Die katholische Kirche
Hausbrauerei Göcklingen

Karlsruhe – 09 – Badisches Staatstheater

Badisches Staatstheater

Der erste Vorläufer des Staatstheaters Karlsruhe wurde bis 1808 am Schloßplatz erbaut. 1810 wurde es zum Großherzoglichen Hoftheater. 1847 wurde das Gebäude durch einen Brand vollständig zerstört, obwohl die Feuerwehr in 28 Minuten vor Ort war. 63 Besucher kamen bei dem Brand ums Leben.

Hoftheater um 1853 (Quelle: Wikipedia)

Der Nachfolgebau wurde 1853 fertiggestellt. Bei einem Fliegerangriff 1944 brannte das Hoftheater erneut aus. Die Ruine, die bis in die 1960-Jahre stehen blieb, erinnerte daran.

Nachdem ein Wiederaufbau am gleichen Platz nicht möglich war, wurde der Nachfolgebau von 1970 bis 1975 an der Grenze zwischen Südstadt und Stadtzentrum errichtet. Für die Übergangszeit diente das Konzerthaus (Großes Haus) und ein Teil der Stadthalle (Kleines Haus) als Ersatz (s. Beitrag à Festplatz).

Skulptur „Muse 90“ von Jürgen Goertz

Der Musengaul

Im Jahr 2014 wurde eine Generalsanierung und Erweiterung des Staatstheaters mit einem Kostenvolumen von 125 Mio. Euro beschlossen. Die Umsetzung des Bauvorhabens ist unter der Berücksichtigung des laufenden Spielbetriebs in drei Bauabschnitten vorgesehen. Bauherr für die Maßnahme ist das Land Baden-Württemberg. Die Baukosten sind mittlerweile auf 508 Mio. Euro angewachsen.

Karlsruhe – 08 – Hygieia-Brunnen

Hygieia-Brunnen

Der Der Hygieía-Brunnen steht auf dem Festplatz vor dem Vierordtbad. Er wurde in den Jahren 1905 bis 1909 von Johannes Hirt geschaffen und von Wilhelm Klose gestiftet. Der Brunnen greift das Motiv der Hygieía auf, die bereits im Giebel über dem Eingang des Bades dargestellt wird. Hygieía ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Gesundheit, von der sich das Wort Hygiene ableitet.

Anmerkung:
Der Hygeia-Brunnen hat eine gewisse Anziehungskraft auch für zwielichtige Gesellen. Im Jahr 2013 fehlte eine Brunnenfigur. Sie wurde in einem Waldstück bei Bellheim gefunden und an der Hauptstraße aufgestellt. Wegen eines fehlenden Fingers und weiteren Sägespuren nahm man an, dass die Figur zerstückelt als Altmetall verkauft werden sollte.

Karlsruhe – 07 – Vierordtbad

Vierordtbad

Heute besuchen wir das Vierordtbad das seinen Standort neben den Kongressgebäuden ebenfalls am Festplatz hat. Das Vierordtbad ist die älteste Badeanstalt in Karlsruhe. Es ist ein historistisches Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung im Stil der Neorenaissance.

Das Bad entstand aus einer Stiftung. In seiner Urform wurde es von dem Bankier Heinrich Vierordt gestiftet und in den Jahren 1871 bis 1873 erbaut. Zuerst wurden Wannen- und Dampfbäder angeboten und eine Kurabteilung errichtet. Den Mittelpunkt bildete eine Rotunde.

Im Vordergrund sieht man den Hygieia-Brunnen. Darüber berichte ich beim nächsten Mal.

as Bad wurde 1873 eröffnet. Den Besuchern standen Wannenbäder von der ersten bis zur dritten Klasse zur Verfügung. Daneben wurden Kohlesäure und Schwefelbäder angeboten.

Bereits nach 25 Betriebsjahren wurde der Abbruch des Bades erwogen, da der Bau und die Technik einen erheblichen Sanierungsbedarf erforderlich machten. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters wurde beschlossen die Badeanstalt weiter zu betreiben. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 1900 eine Schwimmhalle geschaffen und die Kurabteilung saniert.

Ab den 1960er Jahren befand man die Zahl der Umkleidekabinen nicht mehr ausreichend und bauliche Mängel mussten beseitigt werden. Das ganze Kurbad wurde abgerissen und durch einen Neubau, der 1964 eingeweiht wurde ersetzt.

Nach weiteren Umbauten und Erweiterungen wurde 1996 wurde das Kurbad nach und nach zu einem Gesundheitszentrum umgestaltet. Das Vierordtbad besitzt neben dem Badehaus mit zwei Becken auch eine Saunalandschaft, ein Bistro, eine angeschlossene Praxis für Massage, medizinische Bäder und Krankengymnastik sowie einen Kosmetiksalon.

Älteren Mitbürgern dürfte das Vierordtbad sehr bekannt sein, denn früher fand in diesem Bad der im Stundenplan der Schulen enthaltene obligatorische Schwimmunterricht statt.