Gut Ding will Weile haben

Was man so erleben kann, wenn man einen Facharzt braucht. Ich war in der vergangenen Woche bei einem Arzt in Behandlung. Beim Besprechung der Untersuchungsergebniss schlug er vorher, dass ich zum Ausschluß einer bestimmten Erkrankung mich bei einem Kardiologen vorstellen solle, Den nächsten Termin bei diesem Arzt habe ich Anfang Dezember.

Ich habe gedacht, dass ich bis zu diesem Termin die Ergebnisse der Untersuchung beim Kardiologen vorlegen kann.

Am nächsten Tag habe ich mich ans Telefon gehängt und versucht einen Termin bei einem Kardiologen zu erhalten. Ich habe dann festgestellt, dass das garnicht so einfach ist. Die Telefonanfragen nahmen längere Zeit in Anspruch.

  1. Ansage der Praxismitarbeiterin: „Wir haben erst wieder im Februar 2022 was frei.“ Ich war der Meinung, dass doch bestimmt früher ein Termin zu bekommen sei und habe mich verabschiedet.

2. Ansage der Telefonanlge: „Sie sind in der Warteschleife auf Platz 15..“

3. Ansage des AB: „Wir nehmen keine neuen Patienten mehr an.“

4. Ansage der Praxismitarbeiterin: „Die Praxis ist überlastet – wir nehmen keine neuen Patienten mehr an.

5. Ansage der Praxismitarbeiterin: „Wir haben erst wieder im Juni 2022 was frei. Wenn ich einen Termin im Februar bekomme, habe ich großes Glück.“

Ich habe danach wieder die erste Praxis angerufen und einen Termin für Februar 2022 geben lassen.

Hoch lebe das deutsche Gesundheitswesen.

10 Gedanken zu „Gut Ding will Weile haben

  1. wolke205

    Das kenn ich nur zu gut 😦 Vor allem als neuer Patient hat man es sehr schwer… Hier ist es mit den Augenärzten so extrem. Eine neue Klinik hat aufgemacht, da haben wir „nur“ 6 Monate warten müssen. Alle anderen haben selbst Privatpatienten mit der Warteliste vertröstet. Wohlgemerkt dauert es danach bis zu zwei Jahren… Also bliebe nur bei dringenden Anliegen ins Krankenhaus zu gehen, oder wer wei´ß wie weit zu fahren. Die „tolle“ Vermittlungshotline verschafft einem schnell Termine, leider auch gerne mal 2 Stunden entfernt. Wie man dann dort hinkommen soll, ist denen völlig wurscht… Aber Hauptsache ist ja, dass Du Deine Termine hast und sich der Verdacht am Ende nicht bestätigt 🙂 Liebe Grüße und bleib gesund, Frauke

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  2. Brigitte

    Ja das Gesundheitswesen dass man immer weniger versteht. Bin auf die Odyssee gespannt, ich brauche einen neuen Hausarzt, meiner ist in Rente, erster Anlauf: wir sind voll belegt ….
    Viele Grüße Brigitte

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    1. gsharald Autor

      Das mit dem Hausarzt kann auch große Probleme geben. Bei uns im Ort ist vor Jahren ein Arzt aus einem Nachbarort zugezogen und hat damals, da er sehr beliebt war, Patienten in die neue Praxis mitgebracht. Mit ihm gerechnet hatten wir im Ort die ganze Zeit vier Hausärzte, das heißt also künftig nur noch drei. Dadurch wird natürlich die Patientenanzahl für die verbleibenden Ärzte steigen, so dass da schon ausgesprochen wurde, dass die Praxen teilweise keine neuen Patienten mehr annehmen.

      Der aus dem Nachbarort zugezogene Arzt hat damals natürlich einen Nachfolger bekommen. Man könnte also meinen, dass die mit ihm gekommenen Patienten wieder in ihren Heimatort zurückkönnen. Das ist leider aber nicht möglich, weil der Arzt im Nachbarort auch keine Patienten mehr annimmt.

      Wo soll das noch hinführen? Die bei uns noch verbliebenen Ärzte sind alle zwischen sechzig und siebzig Jahre alt. Es ist also abzusehen, dass sie auch nur noch wenige Jahre ihre Praxen offenhalten.

      Viel Erfolg bei deiner Suche.

      Viele Grüße
      Harald

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  3. Träumerle Kerstin

    Wir haben einen Kardiologen gleich paar Häuser weiter auf unserer Straße. Als ich einen Termin zum Belastungs-EKG machen wollte, da konnte ich gleich nach 2 Wochen kommen. Ich war verdutzt, hatte mit Wochen oder gar Monaten Wartezeit gerechnet.
    Nun war ich da und bin als Patient registriert.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  4. Traudi

    Lieber Harald,
    ich habe zum Glück einen sehr guten Kardiologen. Aber auch bei ihm muss man Monate warten, bis man einen Termin bekommt. Ich lasse mir dann immer gleich einen neuen Termin geben, wenn ich bei ihm in der Sprechstunde war. Zufällig war ich vor ein paar Tagen bei ihm, der nächste Termin ist in einem Jahr. In diesem Fall ist das ja ok.

    Vor zwei Wochen rief ich meinen Hautarzt an und wollte einen Termin zum Hautkrebs-Screening: Er ist im Februar… !!

    Und da fällt mir noch ein Beispiel ein:
    Vor Jahren schon hatte ich eine Überweisung zum Endokrinologen. Damals wusste ich gar nicht, was das für ein Arzt ist. Ich telefonierte nach einem Termin bei zwei Praxen. Wartezeit 5 bis 6 Monate. Durch eine Nachbarin habe ich zufällig erfahren, dass in Stuttgart eine neue Praxis aufgemacht hat. Ich: gleich zum Telefon… Und man sagte mir: Sie können gleich morgen kommen…

    Wie sagt man? „Das Glück ist ein Rindvieh…“

    Schöne Abendgrüße von der Traudi – und bleib gesund!!!

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  5. hanneweb

    So eine Odyssey erlebte auch ich vor einiger Zeit, als mein Hausarzt mir eine Überweisung zum Kardiologen gab und weil mir das zu dumm war, warf ich die Überweisung in den Müll. Denn war ja schon mal aus dem gleichen Grund bei unserem hiesigen Kardiologen, der nichts krankhaftes am Herzen feststellte und mich deshalb bissl dumm anquatschte, weshalb ich dann zu ihm in die Praxis komme… 🙄
    Liebe Grüße, Hanne

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