Es fährt ein Zug nach Nirgendwo

Christian Anders hat ihn besungen: Den Zug nach Nirgendwo. Diesen Zug nach Nirgendwo gibt es offensichtlich wirklich.

An der Straße zwischen Pulsnitz und Kamenz in Sachsen wollte man schon vor über 20 Jahren einen Radweg bauen. Über das Planungsstadium ist der Radweg allerdings nie hinausgekommen.

Bevor aber Garnichts geschieht, haben die Straßenbauer schon mal mit dem Bau des Bahnübergangs an. Vor zehn Jahren wurde eine nagelneue Querung für Fußgänger und Radfahrer samt automatischer Schranke und Ampel errichtet. Die Schranke senkt sich automatisch, wenn ein Zug kommt und die Ampel springt auf Rot. Sicherheit geht vor.

Der Bau des Bahnübergangs kostete rund 30.000 Euro sowie jährliche Wartungskosten in vierstelliger Höhe.

Der Bahnübergang steht immer noch einsam in der Landschaft. Von wem soll er auch genutzt werden, wenn der Radweg immer noch nicht fertig ist. Für Fußgänger und Radfahrer ist das kein Problem, denn sie können die Gleise in nur 50 Meter Entfernung auf der Autostraße queren.

Ein Grund für den Bund der Steuerzahler diese Geschichte in sein Schwarzbuch aufzunehmen.

Ein Gedanke zu „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo

  1. gedankenmusik

    Für manche Verschwendung hat man wirklich keine Worte mehr. Selbst ein ungläubiges Kopfschütteln reicht aus, um einen solch teuren Unsinn zu rechtfertigen. Da macht sich mal wieder der Mensch im Menschen bemerkbar… er lernt und lernt und doch manchmal nichts dazu. Man sieht es an vielen Projekten, sei es das, in deinem Beitrag beschriebenen „Zug ins Nirgendwo“ oder der Berliner Flughafen, der jahrelang brach lag und, und, und…
    Lieber Harald, ich wünsche dir einen angenehmen Start in den neuen Tag mit vielen freudigen Momenten!
    Liebe Grüße
    Heike

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