Archiv für den Tag 20 Jan 2021

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo

Christian Anders hat ihn besungen: Den Zug nach Nirgendwo. Diesen Zug nach Nirgendwo gibt es offensichtlich wirklich.

An der Straße zwischen Pulsnitz und Kamenz in Sachsen wollte man schon vor über 20 Jahren einen Radweg bauen. Über das Planungsstadium ist der Radweg allerdings nie hinausgekommen.

Bevor aber Garnichts geschieht, haben die Straßenbauer schon mal mit dem Bau des Bahnübergangs an. Vor zehn Jahren wurde eine nagelneue Querung für Fußgänger und Radfahrer samt automatischer Schranke und Ampel errichtet. Die Schranke senkt sich automatisch, wenn ein Zug kommt und die Ampel springt auf Rot. Sicherheit geht vor.

Der Bau des Bahnübergangs kostete rund 30.000 Euro sowie jährliche Wartungskosten in vierstelliger Höhe.

Der Bahnübergang steht immer noch einsam in der Landschaft. Von wem soll er auch genutzt werden, wenn der Radweg immer noch nicht fertig ist. Für Fußgänger und Radfahrer ist das kein Problem, denn sie können die Gleise in nur 50 Meter Entfernung auf der Autostraße queren.

Ein Grund für den Bund der Steuerzahler diese Geschichte in sein Schwarzbuch aufzunehmen.